Belgische Angebote konzentrieren sich auf die Westhoek und auf die Besatzungszeit. Das In Flanders Fields Museum betreibt eine Namensliste, die die auf belgischem Boden Gefallenen aller beteiligten Nationen zusammenführt – ein Ansatz, der die üblichen nationalen Grenzen der Erinnerung bewusst überschreitet.
Dazu kommen Portale zur Zivilbevölkerung unter Besatzung, zur Zwangsarbeit und zur Flucht in die Niederlande. Viele Angebote sind niederländisch- und französischsprachig, häufig zusätzlich auf Englisch.
Belgien im Krieg 1914–1918
Königreich Belgien – Entente, Kriegseintritt: 4. August 1914.
Belgien war völkerrechtlich neutral. Der deutsche Einmarsch am 4. August 1914 machte das Land zum Kriegsschauplatz und zum Anlass des britischen Kriegseintritts.
Fast das gesamte Land war besetzt; nur ein Streifen hinter der Yser blieb unter belgischer Kontrolle. Ypern wurde zum Sinnbild des Stellungskriegs.
- 4. Aug. 1914Deutscher Einmarsch
- Okt. 1914Yser-Schlacht, Flutung der Ebene
- 22. Apr. 1915Erster deutscher Gasangriff bei Ypern
Eine interaktive Übersicht aller Kriegsparteien und ihrer Zugehörigkeit im Jahr 1914 bietet die Karte Europa 1914. Welche Kriegsgräberstätten in diesem Land verzeichnet sind, zeigt die Länderübersicht der Erinnerungsorte.
Verzeichnete Angebote aus Belgien
100 Jahre Erster Weltkrieg Flandern
Der Erste Weltkrieg, der auch als Großer Krieg bezeichnet wird, war der erste internationale Konflikt auf Weltebene. Millionen von Soldaten und Zivilisten fanden in diesem Krieg den Tod. 100 Jahre später sind wir noch immer davon überzeugt, dass die Ereignisse von 1914 - 1918 sich auf fundamental Weise auf unsere Gesellschaft auswirken und dass die Opfer dieses grauenvollen Krieges ein würdiges Andenken verdienen.
WO1.BE
Diese belgische Themenseite zum Ersten Weltkrieg bündelt Informationen, wie Veranstaltungshinweise, Literatur, Historisches, Weblinks und vieles mehr und lädt Sie zum Stöbern und Informieren ein.
.be 2014 - 18
Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 hat die Geschichte unseres Landes und die der ganzen Welt erschüttert. «Mehr als jeder andere moderne Krieg bleibt uns der erste Weltkrieg als ultimatives Beispiel eines Ungleichgewichts zwischen Kosten und Folgen im Gedächtnis. Es ist der Krieg der ‘geopferten Generation’; geopfert für eine Sache, die – rückblickend – schwierig einzugrenzen ist » (Sophie De Schaepdrijver). Trotz des Ablebens der letzten menschlichen Zeugen, hat dieser Krieg in dem kollektiven Gedächtnis unseres Landes tiefe Spuren hinterlassen. Belgien hat in diesem Krieg eine wichtige Rolle eingenommen, insbesondere durch den mutigen Widerstand unserer Soldaten während der deutschen Invasion. « Poor little Belgium » hatte Ansehen in der ganzen Welt gewonnen. Von daher wird Belgien einen zentralen Platz einnehmen bei den Gedenkfeierlichkeiten zum 100. Jahrestag dieses Krieges, die vor allem über nationale Gedenkfeiern mit internationaler Ausstrahlung erfolgen. Außerdem werden von den verschiedenen Verwaltungsebenen des Landes für den Zeitraum von 2014-2018 Initiativen im Bereich Kultur, Kunst, Geschichte und Wissenschaft ins Leben gerufen.
Commemorer 14 - 18
Die Website informiert Sie über Historisches, sowie Veranstaltungen, Projekte und Aktuelles.Eine gut strukturierte Website, die zum Surfen einlädt.(Homepage französischsprachig)
Weitere verzeichnete Angebote
Die Verweise stammen aus dem übernommenen Bestand dieses Portals. Adressen und Angebote können sich seither geändert haben.
Häufige Fragen
Welche Angebote aus Belgien sind für den Einstieg geeignet?
Für den ersten Überblick eignen sich redaktionelle Portale von Archiven, Museen und öffentlich-rechtlichen Anbietern: Sie ordnen ein, nennen ihre Quellen und verweisen auf die Originale. Archivportale und Datenbanken sind der zweite Schritt und lohnen sich erst, wenn eine konkrete Frage vorliegt – zu einer Person, einer Einheit, einem Ort oder einem Datum. Wer umgekehrt beginnt und sich zuerst in eine Datenbank stürzt, verliert meist Zeit, weil ohne Vorwissen die Suchbegriffe fehlen.
In welcher Reihenfolge sucht man am besten?
Vom Bekannten zum Unbekannten. Zuerst festhalten, was gesichert ist: Name, Geburtsjahr, Wohnort, letzte bekannte Adresse. Dann die Einheit klären – über Feldpostabsender, Fotos, Militärpapiere oder die Verlustlisten. Erst mit der Einheit lässt sich der Frontabschnitt bestimmen, und erst mit dem Frontabschnitt wird die Suche nach einer Grabstätte sinnvoll. Diese Reihenfolge gilt unabhängig vom Land; sie erspart die häufigste Enttäuschung, nämlich die ergebnislose Suche nach einem häufigen Namen ohne weitere Angaben.
Sind die Angebote kostenfrei nutzbar?
Die hier verzeichneten Portale von Archiven, Museen und öffentlichen Einrichtungen sind in aller Regel ohne Anmeldung und ohne Gebühr zugänglich. Bei kommerziellen genealogischen Diensten und bei einzelnen Zeitungsarchiven liegen Teile hinter einer Registrierung oder einer Bezahlschranke. Häufig lohnt der Umweg über die eigene Stadt- oder Landesbibliothek: Viele halten Lizenzen für genau diese Dienste vor, die mit dem Bibliotheksausweis genutzt werden können.
Was tun, wenn ein Verweis ins Leere führt?
Adressen im Netz ändern sich, und viele Angebote entstanden befristet zum Zentenarium 2014 bis 2018. Hilfreich ist die Suche nach dem Projektnamen statt nach der Adresse sowie ein Blick in das Internet Archive, das ältere Fassungen vieler dieser Seiten bewahrt. Bei Archivportalen lohnt zusätzlich die direkte Anfrage: Auch wenn ein Findmittel offline ist, existiert der Bestand weiter und ist vor Ort einsehbar.
Wie belastbar sind Online-Angebote zum Ersten Weltkrieg?
Angebote von Archiven, Museen, Universitäten und öffentlich-rechtlichen Anbietern gelten als belastbar, weil sie ihre Quellen nennen und redaktionell verantwortet sind. Private Sammlerseiten enthalten oft wertvolles und sonst nirgends verfügbares Material, arbeiten aber häufig ohne Quellennachweis; Zuschreibungen von Fotografien sind dort erfahrungsgemäß die häufigste Fehlerquelle. Als Regel gilt: Was weiterverwendet werden soll, braucht eine überprüfbare Herkunft.