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Erinnerungsorte · Länderübersicht

Kriegsgräberstätten in Russland: 158 verzeichnete Anlagen im Überblick

Diese Übersicht verzeichnet die in Russland erfassten Kriegsgräberstätten mit Namen und, soweit überliefert, mit Beschreibung und Wegangabe.

158 Anlagen · 2 mit ausführlicher Seite

Kriegsgräberstätte, stellvertretende Ansicht – zu den Anlagen in Russland liegt in diesem Verzeichnis kein eigenes Bild vor
Kriegsgräberstätte, stellvertretende Ansicht – zu den Anlagen in Russland liegt in diesem Verzeichnis kein eigenes Bild vorTriplec85 · CC0 · Wikimedia Commons

Landesinformation für Rußland

Das Kriegsgräberabkommen zwischen der russischen Föderation und Deutschland wurde am 16.12.1992 unterzeichnet und trat am 21.07.1994 in Kraft. Als offizieller Ansprechpartner für den Volksbund wurde von russischer Seite der "Verband für Internationale Zusammenarbeit bei der Pflege von Soldatengedenkstätten", (Verband Soldatengedenkstätten) genannt: Wojennyje Memorialy benannt. Das Kriegsgräberabkommen war der erste Vertrag dieser Art mit einem Staat der ehemaligen Sowjetunion und ebnete den Weg für Verhandlungen mit weiteren Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Die deutschen Verluste für das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg werden auf 2,2 Millionen Kriegstote geschätzt. Über 1,88 Millionen Kriegstote liegen Todes- oder Grabmeldungen vor. Die Zahl der registrierten Verlustorte beträgt 118.000. Über die Höhe der deutschen Verluste und die Anzahl der Grablageorte in Russland gibt es noch keine Angaben. In den zurückliegenden Jahren konnte die Lage und der heutige Zustand von 813 Kriegsgefangenen- und Interniertenfriedhöfen in 37 Gebieten Russlands erfasst werden. Bisher konnten in der Russischen Föderation ohne ehem. Ostpreußen über 100 Soldatenfriedhöfe, Kriegsgefangenen - und Interniertenfriedhöfe gebaut bzw. instand gesetzt werden. Besonders zu erwähnen sind die Kriegsgräberstätten Nowgorod, Rossoschka / Wolgograd, Korostyn am Ilmensee, Sologubowka bei St.

Kriegsgräberabkommen in Rußland

Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation über Kriegsgräberfürsorge in der Bundesrepublik Deutschland und in der Russischen Föderation Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Russischen Föderation geleitet von dem beiderseitigen Wunsch, den Kriegstoten beider Seiten eine würdige letzte Ruhestätte zu gewähren, in dem Bewusstsein, daß die Pflege der Gräber der Kriegstoten auf deutschem und russischem Boden einen konkreten Ausdruck der Verständigung und der Versöhnung zwischen dem deutschen Volk und den Völkern der Russischen Föderation darstellt, in Ausführung von Artikel 18 des Vertrages vom 09. November 1990 über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, in dem Wunsch, für die im Hoheitsgebiet der Vertragsparteien liegenden Kriegsgräber der Toten der jeweils anderen Seite aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg eine endgültige Regelung zu schaffen, in dem Bestreben, die Erhaltung und Pflege dieser Gräber in würdiger Weise und gemäß den Bestimmungen des geltenden humanitären Völkerrechts sicherzustellen, sind wie folgt übereingekommen: Artikel 1 Dieses Abkommen regelt die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräber der Vertragsparteien im jeweils anderen Staat. Artikel 2 Im Sinne dieses Abkommens

Ausgewählte Anlagen in Russland

Alapaewsk
In 1999 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Alapaewsk wieder hergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 351 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 4.500 Quadratmeter groß. Die Gräber werden durch Symbolkreuzgruppen gekennzeichnet. Zentrales Mahnmal ist ein Metallhoch …
Alt Lappönen
Ein sehr schöner, gut erhaltener I. Weltkrieg Friedhof, liegend am östlichen Rand der Siedlung die heute Datschnoje heißt. Im Zentrum steht ein Obelisk aus Granit, der von beschrifteten Granitstelen umgeben ist. Der Friedhof ist eingefriedet von Betonpfosten u …
Anshero Sudshensk I
In 1998 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Anshero Sudshensk I wiederhergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 122 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 3.220 Quadratmeter groß. Die Gräber werden durch Symbolkreuzgruppen gekennzeichnet. Zentrales Mahnmal ist ein 5 …
Antropschino bei Leningrad / Kommunar
In 1998 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Kommunar/Antropschino wiederhergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 122 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 400 Quadratmeter groß und wird von Graniteckpfosten umgeben. Zentrales Mahnmal ist ein Natursteinkreuz. Hier …
Apscheronsk
Der Friedhof im Gebiet Krasnodar/Russland, in den westlichen Ausläufern des Kaukasus, liegt zwölf Kilometer vom Ort Apscheronsk entfernt. Das landschaftlich sehr schön gelegene Grundstück befindet sich auf einer natürlichen Lichtung in Hanglage und ist auf dre …
Artemowskij
2001 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Artemowskij wiederhergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 131 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 1.400 Quadratmeter groß und wird durch einen Metallzaun umgeben. Die Gräber werden durch Symbolkreuzgruppen gekennzeichnet …
Astrachan-Station
1996 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Astrachan-Station wiederhergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 3.223 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 5.000 Quadratmeter groß und wird durch einen Metallzaun umgeben. Die Gräber werden durch Symbolkreuzgruppen gekenn …
Atkarsk
1999 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Atkarsk wiederhergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 792 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 3.965 Quadratmeter groß und wird von einem Wallgraben umgeben. Die Gräber werden durch Symbolkreuzgruppen gekennzeichnet. Zent …
Birkenmühle
Die Parzelle des I. Weltkriegs Friedhofes liegt am Eingang des ehemaligen Gemeindefriedhofes der heutigen Gemeinde Kalinino. In der Parzelle ruhen 7 deutsche und 6 russische Gefallene. Hier stehen 2 Hochkreuze (katholisch und orthodox) und 2 Symbolkreuzgruppen …
Bolschewo
1999 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Bolschewo wiederhergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 96 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 350 Quadratmeter groß und wird durch einen Metallzaun umgeben. Die Gräber werden durch Symbolkreuzgruppen gekennzeichnet. Zen …
Borowitschi-Schibotowo
1995 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Borowitschi-Schibotowo wieder hergestellt und in 2008 umgestaltet. Ein Hochkreuz aus Metall kennzeichnet den neuen Gedenkplatz und Kreuzgruppen aus Granit weisen die Gräberfläche aus. Auf dieser Anlage ruhen ca. 904 K …
Boxitogorsk I
1993 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof in Boxitogorsk I wiederhergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 392 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 2.511 Quadratmeter groß und wird durch Granitpfosten mit Metallketten umgeben. Die Gräber werden durch Symbolkreuzgruppe …

Alle verzeichneten Anlagen in Russland

Die folgende Liste führt alle 158 in diesem Verzeichnis erfassten Kriegsgräberstätten in Russland in alphabetischer Reihenfolge. Einträge mit ausführlicher Seite sind verlinkt.

  • Alapaewsk
  • Alt Lappönen
  • Amtshagen
  • Angerapp
  • Anshero Sudshensk I
  • Antropschino bei Leningrad / Kommunar
  • Apscheronsk
  • Artemowskij
  • Astrachan-Station
  • Atkarsk
  • Birkenmühle
  • Birkenried
  • Bolschewo
  • Borowitschi-Schibotowo
  • Boxitogorsk I
  • Breitenstein
  • Bystriagi
  • Cäsarsruhe
  • Cernjachovsk
  • Chutorok
  • Degtjarskij I
  • Ditschzidern
  • Duchowschtschina
  • Edem
  • Edern
  • Eydtkau
  • Fischhausen / Primorsk
  • Frankenhof
  • Georgenburg
  • Germau / Russkoje
  • Girnen
  • Glasow I
  • Görritten
  • Grünhain / Krasnaja Gorka
  • Habichtsau
  • Haselberg
  • Heiligenbeil / Mamonovo
  • Insa
  • Insterburg / Cernjachovsk
  • Isoplit
  • Jegla
  • Jelabuga
  • Jemantscha bei Woronesh
  • Jusha
  • Kamensk-Uralskij
  • Kameschkowo
  • Kandalakscha I
  • Kasan
  • Kassuben
  • Kauschen
  • Kirsanow
  • Kiseljewsk
  • Kisner
  • Kleinbeinuhnen
  • Kleinguden
  • Kolpino
  • Königsberg / Kaliningrad
  • Korostyn
  • Korpowo
  • Koshino
  • Krasnogorsk
  • Krasnoturjinsk
  • Krasnouralsk
  • Kronstadt
  • Kura 5
  • Kursk - Besedino
  • Laurinshof
  • Leninsk Kuznezkij
  • Leninskij
  • Leshnewo I
  • Leshnewo II
  • Lewicha
  • Lynga I
  • Lynga II
  • Malissen
  • Malween-Gutsfriedhof
  • Malween-Massengräber
  • Matischkemen
  • Miass
  • Mirnyj
  • Molwa
  • Morschansk
  • Morschansk
  • Moshga I
  • Moskau Ljublino
  • Moskau Wedenskoje
  • Mugreewo
  • Neu Nassau
  • Nikolajewka
  • Nischnaja Kusma
  • Nishne-Isjezk
  • Nishnij-Tagil I
  • Nowgorod
  • Nowikowo
  • Oktjabrskij
  • Oranki
  • Osherelje
  • Otpor / Adlermark
  • Padosero
  • Petropawlowo I
  • Petropawlowo II
  • Petrosawodsk-Peski
  • Petschenga
  • Pillau / Baltijsk
  • Plast
  • Plauendorf
  • Poshoga
  • Potanino
  • Preußisch Eylau / Bagrationovsk
  • Preußisch Nassau
  • Prusynska Gorka
  • Pudem
  • Radowitzy
  • Resh
  • Rewda
  • Rjasan-Djagelewo
  • Rossoschka
  • Rshew
  • Rudnitschnyi
  • Saelzowskij
  • Salla
  • Sapogavo, Siedlung Iskra
  • Saratow I
  • Saratow II
  • Saretschny
  • Sarkus
  • Schadrinsk
  • Schaturtorf
  • Schloßbach
  • Schlossberg / Dobrovolsk
  • Schweizerau
  • Sebesh
  • Selenodolsk
  • Serpuchow I
  • Sestrorezk
  • Smolensk-Nishnjaja Dubrowinka
  • Sologubowka
  • Swir-3
  • Sysran
  • Taliza
  • Talizy
  • Tambow
  • Teplitschnyj
  • Tiefenort
  • Tilsit / Sovetsk
  • Tscheremschanka
  • Tscherepowez
  • Tugaless
  • Tuma I
  • Uglitsch
  • Uljanowsk
  • Urjupinsk
  • Uwarowka
  • Waldaukadel
  • Weidengrund II
  • Welikije Luki
  • Wertiatschewo
  • Wostotschny

Häufige Fragen

Wie viele Kriegsgräberstätten sind in Russland verzeichnet?

Diese Übersicht führt 158 Anlagen in Russland. Sie reicht von einzelnen Grabstellen auf kommunalen Friedhöfen bis zu großen Sammelanlagen. Die Liste bildet den Bestand dieses Verzeichnisses ab und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit gegenüber den amtlichen Registern.

Wer pflegt die Kriegsgräber in Russland?

Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation über Kriegsgräberfürsorge in der Bundesrepublik Deutschland und in der Russischen Föderation Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Russischen Föderation geleitet von dem beiderseitigen Wunsch, den Kriegstoten beider Seiten eine würdige letzte Ruhestätte zu gewähren, in dem Bewusstsein, daß die Pflege der Gräber der Kriegstoten auf deutschem und russischem Boden einen konkreten Ausdruck der Verständigung und der Versöhnung zwischen dem deutschen Volk und den Völkern der Russischen Föderation darstellt, in Ausführung von Artikel 18 des Vertrages vom 09. Novemb

Wie finde ich ein bestimmtes Grab?

Der Einstieg führt über den Sterbeort oder die letzte bekannte Feldpostadresse. Daraus ergibt sich der Frontabschnitt und daraus die wahrscheinliche Grabstätte. Die Suche in der Kriegsgräberliste findet Anlagen nach Ortsnamen; die einzelnen Namen der Bestatteten führen die zuständigen Gräberdienste. Schritt für Schritt beschreibt das die Anleitung zur Gräbersuche.

Warum liegen Kriegsgräber des Ersten Weltkriegs weit hinter den Fronten?

Weil viele Verwundete in Lazaretten weit im Hinterland starben und weil Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter dort bestattet wurden, wo sie eingesetzt waren. Deshalb finden sich Kriegsgräberfelder auf zahlreichen kommunalen Friedhöfen, oft Hunderte Kilometer von jeder Frontlinie entfernt.

Quellen

  • Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz).
  • Zwischenstaatliche Kriegsgräberabkommen der Bundesrepublik Deutschland.
  • Bestandsangaben dieses Verzeichnisses, Stand der übernommenen Daten.