Kriegsgräberstätten in Lettland: 63 verzeichnete Anlagen im Überblick
Diese Übersicht verzeichnet die in Lettland erfassten Kriegsgräberstätten mit Namen und, soweit überliefert, mit Beschreibung und Wegangabe.
63 Anlagen · 1 mit ausführlicher Seite

Landesinformation für Lettland
In Lettland vermutet der Volksbund etwa 100.000 Kriegstote des Zweiten Weltkrieges in ursprünglich rund 6.600 Grablageorten. Hinzu kommen 210 Kriegsgräberstätten mit etwa 30.000 Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Das deutsch-lettische Kriegsgräberabkommen wurde am 24. Januar 1996 abgeschlossen. Als offiziellen Partner des Volksbundes hat der lettische Staat das #q#Brüderfriedhöfekomitee#q# benannt. Bereits 1991 wurde in Riga ein deutscher Kriegsgefangenenfriedhof eingeweiht #d# das erste Projekt, bei dem der Volksbund in der ehemaligen Sowjetunion selbst arbeiten konnte. Seitdem hat der Volksbund Kriegsgräberstätten des Zweiten Weltkrieges in Cesis (Wenden), Dzukste, Riga, Saldus (Frauenburg), Valka (Walk), Daugavpils (Dünaburg), Jelgava (Mitau) und Ogre eingeweiht und mehr als 30 Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges mit Hilfe von Jugendlagern und Bundeswehr instand gesetzt. Mit der Einweihung des Friedhofes Riga-Beberbeki im September 2007 hat der Volksbund die in der Länderplanung vorgesehenen Sammelfriedhöfe des Zweiten Weltkrieges ausgebaut. Als vorerst letzte Baumaßnahme wurde die Instandsetzung des Kriegsgefangenenfriedhofes in Salaspils bei Riga realisiert. Die Toten des Zweiten Weltkrieges werden auf die Sammelfriedhöfe Saldus und Riga-Beberbeki umgebettet. Die Friedhöfe in Daugavpils und Jelgava verfügen über Zubettungsflächen, auf denen die Kriegstoten aus dem dir
Kriegsgräberabkommen in Lettland
Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Lettland über Kriegsgräber Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Republik Lettland - in dem Wunsch, für die im Hoheitsgebiet der Republik Lettland liegenden deutschen Kriegsgräber eine endgültige Regelung zu schaffen, in dem Bestreben, die Erhaltung und Pflege dieser Gräber in würdiger Weise und gemäß den Bestimmungen des geltenden humanitären Völkerrechts sicherzustellen, in Ausführung von Nummer 13 der Gemeinsamen Erklärung vom 20. April 1993 über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Lettland, in Anbetracht der Tatsache, daß für die Pflege der Gräber lettischer Kriegstoter in Deutschland durch die deutsche Gesetzgebung sowie die darauf beruhende Praxis Sorge getragen ist und daß das dauernde Ruherecht für die lettischen Kriegstoten gewährleistet ist - sind wie folgt übereingekommen: Artikel 1 Im Sinne dieses Abkommens bedeuten die Begriffe: a) "deutsche Kriegstote": - Angehörige der deutschen Streitkräfte, - diesen nach deutschem Recht gleichgestellte Personen, - sonstige Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die im Zusammenhang mit den Ereignissen des Krieges 1914/1918 oder des Krieges 1939/1945 oder nach ihrer Deportation gestorben sind; b) "deutsche Kriegsgräber": die im Hoheitsgebiet der Republik Le
Ausgewählte Anlagen in Lettland
- Baldone
- Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 Friedhofsgröße: ca. 270 m² Das Gräberfeld wird von einem Erdwall eingefriedet, der Eingang mit 4 Betonpfählen befindet sich dem Granitdenkmal (150 x 77 x 40 cm) gegenüber. Der Text auf dem Denkmal: DEUTSCHER KRIEGERFRIEDHOF S …
- Baldone/Kakauli
- Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 Friedhofsgröße: 782 m² Der Friedhof ist von einem Erdwall umfasst. Dem Eingang (Eisentor und Mauerscheiben aus Naturstein) gegenüber befindet sich ein Denkmal (185 x 120 x 65 cm) mit dem Text: DEUTSCHER - KRIEGERFRIEDHOF KAKA …
- Baldone/Kanneninkj
- Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 Friedhofsgröße: 1.225 m² Der Friedhof wird in älteren Ortsregistern auch als "Bakan" oder "Kannenek" bezeichnet. Das Gräberfeld besteht aus 2 Blöcken und ist mit einem Riegelzaun umfasst. Im Block A gibt es drei Begräbnisreih …
- Baldone/Varpas
- Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 Friedhofsgröße: ca. 334 m² Das Gräberfeld ist von einer Fichtenpflanzung und einem Zaun umfasst. Dem Eingang gegenüber, in der Mitte des Gräberfeldes, steht ein Granitdenkmal (150 x 78 x 50-60 cm) mit dem Text: DEUTSCHER - KR …
- Balin
- Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 Das Gräberfeld wird von einem Erdwall umfasst. Den Eingang bildet ein Metalltor, das in eine Mauer aus Kalkstein eingebaut wurde. Auf dem Gräberfeld ruhen in 4 Reihen deutsche Soldaten und in 4 einzelnen Gräben unbekannte Sol …
- Birsnek
- Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 Friedhofsgröße: 221 m² Das Gräberfeld wurde von einem Ringelzaun umfasst, der im Auftrag des Volksbundes durch Reservisten der Bundeswehr 2004 instand gesetzt wurde. Der Eingang wird von 3 Betonpfeilern begrenzt. Im Zentrum s …
- Daugavpils
- Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 Friedhofsgröße: ca. 1.600 m² Im Osten grenzt das rechteckige Territorium an den Hauptweg des Zivilfriedhofes, im Westen an das Seeufer und im Norden an den Brüderfriedhof der lettischen Soldaten. 16 Begräbnisreihen mit Betonk …
- Dünaburg / Daugavpils
- Deutscher Soldatenfriedhof 1939/45 Daugavpils ist die zweitgrößte Stadt Lettlands. Den Soldatenfriedhof, der während des Zweiten Weltkrieges hier angelegt wurde, hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nach zweijähriger Planungs- und Bauphase am 9. Jul …
- Eckau
- Das Gräberfeld wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Kreuze wurden abgebrochen und teilweise vernichtet. Im Oktober 1999 wurde das Gräberfeld im Auftrag des Volksbundes instand gesetzt. Dabei wurden die Oberteile von 4 abgebrochenen Kreuzen gefunden. …
- Eckau II
- Friedhofsgröße: 205 m² Das Territorium ist durch eine teilweise erhaltene Fichtenpflanzung eingezäunt. Das Eingangstor ist aus Metall, eingebaut in eine Mauerscheibe. Auf dem Gräberfeld gibt es 4 Begräbnisreihen mit 25 Betonkreuzen. Es hat kein Zentraldenkmal …
- Eckau III
- Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 Eckau III Friedhofsgröße: ca. 800 m² Lediglich das Eingangstor mit den Steinpfosten existieren noch. Ursprünglich war der Friedhof mit einer Hecke umfasst und die Gräber waren mit Betonkreuzen gekennzeichnet. Erhalten blieb a …
- Eglaine "Annenhof"
- Der im Gebiet Ilukste gelegene Friedhof ist ca. 210 m² groß und mit etwa 50 Kriegstoten auf zwei Grabreihen belegt. Von den Grabkreuzen sind 16 Stück erhalten geblieben. Das Gelände ist mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. Um die Anlage wieder sichtbar zu mach …
Alle verzeichneten Anlagen in Lettland
Die folgende Liste führt alle 63 in diesem Verzeichnis erfassten Kriegsgräberstätten in Lettland in alphabetischer Reihenfolge. Einträge mit ausführlicher Seite sind verlinkt.
- Alt-Grünwald
- Baldone
- Baldone/Kakauli
- Baldone/Kanneninkj
- Baldone/Varpas
- Balin
- Birsnek
- Daugavpils
- Dublen-Krug
- Dünaburg / Daugavpils
- Eckau
- Eckau II
- Eckau III
- Eglaine "Annenhof"
- Eglaine, an der Kirche Lasu
- Elkschne
- Elkschne
- Elkschne
- Grünhof
- Grünhof / Zalenieki
- Kalning
- Kedulischki
- Kloster-Kisch
- Labina
- Lagowka
- Lagowka
- Latschenkrug
- Lestene
- Leye-Lindenberg
- Libau
- Libau / Liepaja
- Liepaja, Nordfriedhof
- Linden-Gut
- Mitau
- Mitau / Jelgava
- Ogre
- Olei / Olaine
- Paschulien / Pasulina
- Pilskalne, am Bauernhof Celmi
- Plitischki
- Podekai
- Riga Beberbeki
- Riga Bikerniekiwald
- Riga Kriegsgefangenenfriedhof
- Riga Rumbula
- Riga Waldfriedhof
- Ruhenthal
- Salaspils
- Saldus (Frauenburg)
- Schlossberg
- Sedere, i. alten kath. Fdh. Grendze
- Sedere, im ehemal. Park Vec-Sedere
- Sillenek
- Sillerschmiede
- Siuxt / Dzukste
- Tukums
- Valka
- Valka
- Vaske
- Walk/Lugasch
- Wenden
- Wenden / Cesis
- Wilischki
Häufige Fragen
Wie viele Kriegsgräberstätten sind in Lettland verzeichnet?
Diese Übersicht führt 63 Anlagen in Lettland. Sie reicht von einzelnen Grabstellen auf kommunalen Friedhöfen bis zu großen Sammelanlagen. Die Liste bildet den Bestand dieses Verzeichnisses ab und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit gegenüber den amtlichen Registern.
Wer pflegt die Kriegsgräber in Lettland?
Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Lettland über Kriegsgräber Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Republik Lettland - in dem Wunsch, für die im Hoheitsgebiet der Republik Lettland liegenden deutschen Kriegsgräber eine endgültige Regelung zu schaffen, in dem Bestreben, die Erhaltung und Pflege dieser Gräber in würdiger Weise und gemäß den Bestimmungen des geltenden humanitären Völkerrechts sicherzustellen, in Ausführung von Nummer 13 der Gemeinsamen Erklärung vom 20. April 1993 über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Lettland, in Anbetracht der Tatsach
Wie finde ich ein bestimmtes Grab?
Der Einstieg führt über den Sterbeort oder die letzte bekannte Feldpostadresse. Daraus ergibt sich der Frontabschnitt und daraus die wahrscheinliche Grabstätte. Die Suche in der Kriegsgräberliste findet Anlagen nach Ortsnamen; die einzelnen Namen der Bestatteten führen die zuständigen Gräberdienste. Schritt für Schritt beschreibt das die Anleitung zur Gräbersuche.
Warum liegen Kriegsgräber des Ersten Weltkriegs weit hinter den Fronten?
Weil viele Verwundete in Lazaretten weit im Hinterland starben und weil Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter dort bestattet wurden, wo sie eingesetzt waren. Deshalb finden sich Kriegsgräberfelder auf zahlreichen kommunalen Friedhöfen, oft Hunderte Kilometer von jeder Frontlinie entfernt.
Quellen
- Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz).
- Zwischenstaatliche Kriegsgräberabkommen der Bundesrepublik Deutschland.
- Bestandsangaben dieses Verzeichnisses, Stand der übernommenen Daten.