Kriegsgräberstätten in Dänemark: 43 verzeichnete Anlagen im Überblick
Diese Übersicht verzeichnet die in Dänemark erfassten Kriegsgräberstätten mit Namen und, soweit überliefert, mit Beschreibung und Wegangabe.
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Landesinformation für Dänemark
Im ersten Weltkrieg wurden Seeleute und abgestürzte Flieger an den Küsten Dänemarks, Norwegens und Schwedens angetrieben und in diesen Ländern beigesetzt. In Finnland nahmen deutsche Truppen an den Kämpfen zur Gewinnung der Unabhängigkeit des Landes teil. Durch den Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Dänemark und die gleichzeitige Landung in Norwegen am 09. April 1940 wurden beide Länder in die Auseinandersetzungen des Zweiten Weltkrieges hineingerissen. Mit diesen Maßnahmen kam die deutsche Seite den nahezu gleichzeitig geplanten alliierten Aktionen in Norwegen nur knapp zuvor. In Dänemark kam es kaum zu Kampfhandlungen. In Norwegen endeten die wechselvollen und oft verlustreichen Kämpfe sowohl gegen die norwegischen Verteidiger als auch gegen gelandete alliierte Streitkräfte erst im Juni 1940. Finnland war bereits im Winter 1939/40 von der Sowjetunion angegriffen worden ("Winterkrieg") und musste trotz hoher sowjetischer Verluste sehr bald einen Waffenstillstand erbitten. Das Land trat an der Seite Deutschlands erneut in den Krieg ein, als die deutschen Streitkräfte am 22. Juni 1941 mit dem Angriff gegen die UdSSR begannen. Deutsche Truppen wurden von finnischem Boden aus eingesetzt, vor allem in den Gebieten nördlich des Polarkreises. Dort führten Sie im wesentlichen einen Stellungskrieg. Im Herbst 1944 waren sie gezwungen, sich aus Finnland zurück zu ziehen, nachdem das La
Kriegsgräberabkommen in Dänemark
Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Königreichs Dänemark über deutsche Kriegsgräber des zweiten Weltkrieges in Dänemark. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung des Königreichs Dänemark in dem gemeinsamen Wunsch, das Problem der deutschen Kriegsgräber in Dänemark endgültig zu lösen, haben folgendes vereinbart: Artikel 1 Deutsche Kriegstote im Sinne dieses Abkommens sind Angehörige der deutschen Wehrmacht oder diesen gleichgestellte Personen sowie andere Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die im Zusammenhang mit den Kriegsereignissen des zweiten Weltkrieges gestorben sind. Sofern sich Kriegstote darunter befinden, auf deren Gräber ein anderer Staat, dem die Toten früher angehört haben, einen Anspruch erhebt, fallen diese nicht unter dieses Abkommen. Artikel 2 Die in Dänemark bestatteten deutschen Kriegstoten werden zum Zwecke der besseren Überwachung und Pflege ihrer Gräber auf noch zu vereinbarende Friedhöfe, wo sich solche Gräber befinden, zusammengelegt. Die Auswahl der hierfür in Betracht kommenden Friedhöfe erfolgt im Einvernehmen mit der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Königsreichs Dänemark. Die Exhumierung und Überführung der deutschen Kriegstoten werden von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland auf ihre Kosten durchgeführt. Die Regierung des Königreichs Däne
Ausgewählte Anlagen in Dänemark
- Aabenraa
- Auf dem Gemeindefriedhof sind in einer in sich geschlossenen Parzelle 254 deutsche Flüchtlinge und zwei deutsche Soldaten des Zweiten Weltkrieges beigesetzt. Die Gräber sind durch Stelen gekennzeichnet. Eine Steinplatte gibt in deutscher und dänischer Sprache …
- Aalborg
- Im Südwesten der Stadt, in der Nähe des Wasserturms, liegt der Aalborger Südfriedhof (Söndre Kirkegaard). Dort sind 254 deutsche Soldaten und 1.096 Flüchtlinge des Zweiten Weltkrieges in einer geschlossenen Anlage bestattet, die durch die Umgestaltung kleinere …
- Aarhus
- Auf dem Westfriedhof von Aarhus (Vestre Kirkegaard) unmittelbar nördlich der Friedhofskapelle liegen die Abteilungen 0I und 0III mit insgesamt 296 deutschen Soldaten (II. Weltkrieg) und 586 Flüchtlingen. Die Belegung ist stellenweise sehr eng, so dass es häufi …
- Allinge
- Die Kriegsgräberstätte befindet sich am östlichen Rand des Gemeindefriedhofes und umfasst Gräber von 55 deutschen Soldaten und 5 Flüchtlingen des Zweiten Weltkrieges, die in den letzten Tagen des Krieges beigesetzt wurden. Die Namen der Toten sind bekannt, jed …
- Esbjerg
- Auf dem städtischen Friedhof Kirkegaard Fourfeld Gravlund liegen außer alliierten Kriegstoten in zwei verschiedenen Abteilungen 1.301 deutsche Kriegstote. Es sind 1.150 Soldaten, die während des Zweiten Weltkrieges zumeist in Lazaretten der Umgebung verstarben …
- Fredericia
- Im südöstlichen Teil des Christians-Friedhofes von Fredericia sind 401 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges bestattet (236 Soldaten und 165 Flüchtlinge). Die Gräber sind durch bündig in die Erde verlegte Natursteinplatten gekennzeichnet. Meist stehen zw …
- Frederikshavn
- Am Nordende des Gemeindefriedhofes von Frederikshavn liegt ein großes Gräberfeld mit 1.220 deutschen Soldaten und ein kleineres mit 232 Flüchtlingen des Zweiten Weltkrieges. Die Gräber wurden mit stehenden Natursteinkreuzen gekennzeichnet, die in der Regel auf …
- Gedhus
- Aufgrund des deutsch-dänischen Kriegsgräberabkommens wurde der bereits früher hier bestehende Flüchtlingsfriedhof vergrößert. Insgesamt sind dort jetzt 1.333 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges bestattet (148 Soldaten und 1.185 Flüchtlinge). Das Eingan …
- Grove
- Neben dem Gemeindefriedhof und der Kirche liegt die Kriegsgräberstätte. Aufgrund des deutsch-dänischen Kriegsgräberabkommens war es möglich, diesen Friedhof wesentlich zu vergrößern. Insgesamt sind jetzt dort 1.117 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges b …
- Haslev
- An der Westseite des Gemeindefriedhofes ruhen 239 Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges (81 Soldaten und 158 Flüchtlinge). Der Besucher betritt durch ein geschmiedetes Tor die Anlage. Die Gräber waren früher zum größten Teil mit Nummernsteinen gekennzeichnet. Di …
- Helsingör
- Auf dem Gemeindefriedhof ruhen im südlichsten Teil 94 Soldaten und 18 Flüchtlinge des Zweiten Weltkrieges. Die Gräber sind durch Steinkreuze gekennzeichnet, die in den meisten Fällen auf beiden Seiten die Namen von je zwei Toten tragen. In der Nähe des Eingang …
- Holbaek
- Auf dem neuen Gemeindefriedhof sind an zwei verschiedenen Stellen deutsche Kriegstote bestattet. An der Westseite ruhen 55 deutsche Soldaten, am südwestlichen Ende 74 deutsche Flüchtlinge des zweiten Weltkrieges. Während die Soldaten nach einem genau bekannten …
Alle verzeichneten Anlagen in Dänemark
Die folgende Liste führt alle 43 in diesem Verzeichnis erfassten Kriegsgräberstätten in Dänemark in alphabetischer Reihenfolge. Einträge mit ausführlicher Seite sind verlinkt.
- Aabenraa
- Aalborg
- Aarhus
- Agger
- Allinge
- Brörup
- Esbjerg
- Fjaltring (nördl. Nissum Fjord)
- Fredericia
- Frederikshavn
- Gedhus
- Grove
- Haderslev
- Haderslev
- Harboöre
- Haslev
- Helsingör
- Hirtshals
- Hjortdal Jammerbugt
- Holbaek
- Holstebro
- Hune
- Husby
- Kastrup
- Klittmöller
- Kolding
- Kopenhagen Bispebjerg
- Kopenhagen West
- Lemvig
- Middelfart
- Nyborg
- Nykoebing
- Odense
- Oksböl
- Rönne
- Silkeborg
- Skt.Mikkels Kirkegaard / Slagelse
- Struer
- Svendborg
- Tönder
- Vejle
- Viborg
- Vordingborg
Häufige Fragen
Wie viele Kriegsgräberstätten sind in Dänemark verzeichnet?
Diese Übersicht führt 43 Anlagen in Dänemark. Sie reicht von einzelnen Grabstellen auf kommunalen Friedhöfen bis zu großen Sammelanlagen. Die Liste bildet den Bestand dieses Verzeichnisses ab und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit gegenüber den amtlichen Registern.
Wer pflegt die Kriegsgräber in Dänemark?
Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Königreichs Dänemark über deutsche Kriegsgräber des zweiten Weltkrieges in Dänemark. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung des Königreichs Dänemark in dem gemeinsamen Wunsch, das Problem der deutschen Kriegsgräber in Dänemark endgültig zu lösen, haben folgendes vereinbart: Artikel 1 Deutsche Kriegstote im Sinne dieses Abkommens sind Angehörige der deutschen Wehrmacht oder diesen gleichgestellte Personen sowie andere Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die im Zusammenhang mit den Kriegsereignissen des zweiten Weltkrieges gestorben sind. Sofern sich Kriegstote darunter befinden, au
Wie finde ich ein bestimmtes Grab?
Der Einstieg führt über den Sterbeort oder die letzte bekannte Feldpostadresse. Daraus ergibt sich der Frontabschnitt und daraus die wahrscheinliche Grabstätte. Die Suche in der Kriegsgräberliste findet Anlagen nach Ortsnamen; die einzelnen Namen der Bestatteten führen die zuständigen Gräberdienste. Schritt für Schritt beschreibt das die Anleitung zur Gräbersuche.
Warum liegen Kriegsgräber des Ersten Weltkriegs weit hinter den Fronten?
Weil viele Verwundete in Lazaretten weit im Hinterland starben und weil Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter dort bestattet wurden, wo sie eingesetzt waren. Deshalb finden sich Kriegsgräberfelder auf zahlreichen kommunalen Friedhöfen, oft Hunderte Kilometer von jeder Frontlinie entfernt.
Quellen
- Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz).
- Zwischenstaatliche Kriegsgräberabkommen der Bundesrepublik Deutschland.
- Bestandsangaben dieses Verzeichnisses, Stand der übernommenen Daten.