Kriegsgräberstätten in USA: 41 verzeichnete Anlagen im Überblick
Diese Übersicht verzeichnet die in USA erfassten Kriegsgräberstätten mit Namen und, soweit überliefert, mit Beschreibung und Wegangabe.
41 Anlagen · 0 mit ausführlicher Seite

Einordnung
Die in den Vereinigten Staaten verzeichneten Anlagen gehen überwiegend auf zwei Gruppen zurück: auf deutsche Kriegsgefangene und internierte Zivilisten, die in amerikanischen Lagern starben, und auf Besatzungsmitglieder von Schiffen, die in amerikanischen Häfen lagen oder vor der Küste sanken. Gefallene im eigentlichen Sinn gibt es hier nicht, weil auf dem Gebiet der USA nicht gekämpft wurde.
Die Todesursachen spiegeln das wider. Ein großer Teil der Bestattungen fällt in die Jahre 1918 und 1919 und steht im Zusammenhang mit der Grippewelle, die in den Lagern beider Seiten außerordentlich viele Opfer forderte. Wer eine Sterbeurkunde aus dieser Zeit sucht, findet sie deshalb häufiger bei den zivilen Behörden des jeweiligen Bundesstaats als in militärischer Überlieferung.
Viele der Toten wurden später auf wenige Sammelfriedhöfe umgebettet. Die ursprüngliche Grabstelle und der heutige Ruheort fallen daher oft auseinander, und die Recherche sollte beide Stände berücksichtigen.
Für eine Anfrage empfiehlt sich der Weg über die Friedhofsverwaltung des jeweiligen Ortes. Die Belegungsbücher amerikanischer Friedhöfe sind in der Regel vollständig erhalten und werden auf schriftliche Anfrage ausgewertet; benötigt werden Name, ungefähres Sterbejahr und, wenn vorhanden, die Bezeichnung des Lagers oder des Schiffes.
Die Zahl der hier verzeichneten Anlagen ist klein, die Zahl der Betroffenen dennoch erheblich, weil einzelne Lager hohe Opferzahlen hatten. Für die Einordnung ist die Unterscheidung zwischen Kriegsgefangenen und Zivilinternierten wichtig: Beide Gruppen wurden getrennt verwaltet und getrennt gemeldet, und wer nur in den militärischen Beständen sucht, übersieht die zweite vollständig.
Deutsche Seeleute bilden eine dritte Gruppe. Schiffe, die bei Kriegsbeginn in amerikanischen Häfen lagen, wurden 1917 beschlagnahmt und ihre Besatzungen interniert; Sterbefälle aus dieser Gruppe erscheinen in den Hafenstädten und nicht in Lagerakten.
Landesinformation für USA
Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Heute sind bei mehreren Armeebasen, bei denen auch Gefangenenlager waren, Verbindungsstäbe der Bundeswehr untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken Vertreter der Generalkonsulate mit Kranzniederlegungen der in amerikanischer Kriegsgefangenschaft verstorbenen deutschen Soldaten. © Copyright | 2024 | 100-jahre-erster-weltkrieg.eu Datenschutz
Ausgewählte Anlagen in USA
- Atlanta-Georgia
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Beaufort
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Benicia/Cal.
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Camp Butler
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Camp Campbell
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Chattanooga
- Chattanooga, Tennessee Von den etwa 900 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft verstorbenen und auf amerikanischem Boden begrabenen deutschen Soldaten ruht ein knappes Drittel auf vier Soldatenfriedhöfen, die zum Bezirk des Generalkonsulats Atlanta gehören. Di …
- El Reno
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Fort Benning/Geogia
- Von den etwa 900 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft verstorbenen und auf amerikanischem Boden begrabenen deutschen Soldaten ruht ein knappes Drittel auf vier Soldatenfriedhöfen, die zum Bezirk des Generalkonsulats Atlanta gehören. Dies sind Chattanooga, Te …
- Fort Bliss
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Fort Bragg
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Fort Custer
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
- Fort Devens
- Zwischen Ende 1942 und 1946 wurden fast eine halbe Million Kriegsgefangene auf Transportschiffen in die Vereinigten Staaten gebracht. Auch während des I. Weltkrieges waren bereits Kriegsgefangene in den USA untergebracht. Jedes Jahr am Volkstrauertag gedenken …
Alle verzeichneten Anlagen in USA
Die folgende Liste führt alle 41 in diesem Verzeichnis erfassten Kriegsgräberstätten in USA in alphabetischer Reihenfolge. Einträge mit ausführlicher Seite sind verlinkt.
- Atlanta-Georgia
- Beaufort
- Benicia/Cal.
- Camp Butler
- Camp Campbell
- Chattanooga
- El Reno
- Fort Benning/Geogia
- Fort Bliss
- Fort Bragg
- Fort Custer
- Fort Devens
- Fort Douglas
- Fort Drum
- Fort Francis
- Fort George G. Meade
- Fort Gordon
- Fort Knox
- Fort Lawton
- Fort Leavenworth
- Fort Leonard Wood
- Fort Lewis
- Fort Logan
- Fort McClellan
- Fort Myer/Arlington
- Fort Riley
- Fort Sam Houston
- Fort Sheridan
- Fort Sill
- Hampton
- Honolulu
- Jefferson-Barracks
- Long Island
- Mc. Alester/Okl.
- New Port/Rhode
- New York City
- Pineville
- San Antonio
- San Bruno
- Vancouver
- Woodlawn
Häufige Fragen
Wie viele Kriegsgräberstätten sind in USA verzeichnet?
Diese Übersicht führt 41 Anlagen in USA. Sie reicht von einzelnen Grabstellen auf kommunalen Friedhöfen bis zu großen Sammelanlagen. Die Liste bildet den Bestand dieses Verzeichnisses ab und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit gegenüber den amtlichen Registern.
Wer pflegt die Kriegsgräber in USA?
Die Erhaltung der Kriegsgräber ist zwischenstaatlich geregelt. Zuständig sind in der Regel die Behörden des Landes, in dem die Gräber liegen, in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Kriegsgräberdienst.
Wie finde ich ein bestimmtes Grab?
Der Einstieg führt über den Sterbeort oder die letzte bekannte Feldpostadresse. Daraus ergibt sich der Frontabschnitt und daraus die wahrscheinliche Grabstätte. Die Suche in der Kriegsgräberliste findet Anlagen nach Ortsnamen; die einzelnen Namen der Bestatteten führen die zuständigen Gräberdienste. Schritt für Schritt beschreibt das die Anleitung zur Gräbersuche.
Warum liegen Kriegsgräber des Ersten Weltkriegs weit hinter den Fronten?
Weil viele Verwundete in Lazaretten weit im Hinterland starben und weil Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter dort bestattet wurden, wo sie eingesetzt waren. Deshalb finden sich Kriegsgräberfelder auf zahlreichen kommunalen Friedhöfen, oft Hunderte Kilometer von jeder Frontlinie entfernt.
Quellen
- Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz).
- Zwischenstaatliche Kriegsgräberabkommen der Bundesrepublik Deutschland.
- Bestandsangaben dieses Verzeichnisses, Stand der übernommenen Daten.