1914–1918
Bildung · Angebote

Bildungsangebote zum Ersten Weltkrieg für Schule, Jugendarbeit und Gemeinden

Was es an aufbereitetem Material gibt, wie museale Angebote sich einbinden lassen und woran sich brauchbare Unterrichtsmaterialien erkennen lassen.

Ein Lazarettzug mit Verwundeten in Moskau, 1914
Ein Lazarettzug mit Verwundeten in Moskau, 1914Uknown reporter · Public domain · Wikimedia Commons

Der Erste Weltkrieg ist in allen deutschen Lehrplänen verankert, meist in Klasse 8 oder 9 und erneut in der Oberstufe. Die Schwierigkeit liegt selten am Material – davon gibt es reichlich – sondern an der Auswahl.

Drei Kriterien helfen bei der Bewertung eines Angebots. Arbeitet es mit Quellen? Material, das nur erzählt, macht den Krieg zur Geschichte anderer Leute; Material mit einem Feldpostbrief, einer Verlustliste oder einem Speisezettel macht ihn zu einer Sache, an der gearbeitet werden kann. Nennt es seine Herkunft? Ohne Quellenangabe lässt sich weder das Bild noch die Zahl überprüfen. Lässt es Widersprüche stehen? Gute Materialien behaupten nicht, die Schuldfrage sei geklärt.

Museale Angebote ergänzen das um etwas, das Arbeitsblätter nicht leisten können: das Original. Ein Helm in der Hand, eine handschriftliche Karte, ein Uniformstück mit Reparaturstellen – der Unterschied zur Abbildung ist erheblich und trägt oft über den Besuch hinaus.

Verzeichnete Bildungsangebote

Letter-ART. Remember 1914-1918

Universität Paderborn - in Kooperation u.a. mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Das außergewöhnliche Kunstprojekt wendet sich an Schulklassen und Projektgruppen aus der kulturellen oder kirchlichen Bildung. Die Idee: Kreative Arbeiten werden auf Din A4-Umschlägen angefertigt und anschließend an UNESCO-Welterbestätten in Deutschland gezeigt: Erzbergwerk Rammelsberg (Goslar), Völklinger Hütte, Besucherzentrum Wattenmeer (Wilhelmshaven), Zeche und Kokerei Zollverein (Essen). Vorbild ist der Worpsweder Künstler Heinrich Vogeler, dessen Friedensbrief an den Kaiser 1918 in die Geschichte einging. Wichtig für alle Projektverantwortlichen: In zwei Ausgaben der digitalen Zeitschrift World Heritage and Arts Education sind sehr umfangreiche und differenzierte Materialien (Informationen, Texte, Bilder und kreative Anregungen) vorhanden. In Ausgabe 8 geht es dabei unter anderem um verschiedene Künstler (Franz Marc, Käthe Kollwitz u.a.). In Ausgabe 9 werden zahlreiche fächerübergreifende Themenbezüge zu Kunst, Krieg und Frieden angeboten (deutschsprachig).

Hanau 1914

Lindenauschule Hanau/Volksbund Hessen In mehreren Projektphasen spüren Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule dem Ersten Weltkrieg in Hanau nach. Dabei geht es unter anderem um Recherchen im Stadtarchiv, die Anlage eines Materialfundus, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Experten und Institutionen sowie Exkursionen und Studienfahrten. So beschäftigten sich die jungen Hanauer bereits mit Toten des Ersten Weltkriegs auf der örtlichen Kriegsgräberstätte.

Mit den Augen der Anderen / La notion des autres

Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück "Mit den Augen der Anderen" ist ein internationales Ausstellungsprojekt, das sich um die Wahrnehmung der jeweiligen Gegenseite während des Ersten Weltkriegs dreht. Materialien für die Erarbeitung der Ausstellung, die von deutschen und französischen Schülern gestaltet werden soll, bilden zeitgenössische französische Grafiken sowie eine Postkartensammlung mit vergleichbaren deutschen Motiven aus der zeit von 1914 bis 1918. Einen besonderen Charakter bekommt das Projekt durch den Austausch der beiden Schülergruppen per E-Mail oder sozialem Netzwerk.

Handreichung "Menschen im Ersten Weltkrieg"

Informationen hierzu sowie weitere interessane Anregungen und Wissenswertes erhalten Sie auf der oben verlinkten Website des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die dreisprachige (deutsch, englisch, französisch) Handreichung greift auf verschiedene Weise das Thema Erster Weltkrieg auf. Eine Gedichtanthologie zählt ebenso dazu wie die Vorstellung der Gemälde von Georges Victor-Hugo, der als Kriegsmaler direkt an der Front arbeitete. Speziell für den Einsatz im Unterricht wurden Einheiten konzipiert, die sich mit Lebensläufen ostfriesischer Soldaten, einem grenzübergreifenden Gedenkprojekt, einer Spurensuche am Kriegerdenkmal sowie mit dem Thema Propaganda beschäftigen.

Handreichung "Projektmöglichkeiten auf Kriegsgräberstätten"

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Viele Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Kriegsgräberstätten im In- und Ausland nach Auffassung des Volksbundes mehr als Stätten der Trauer und der Erinnerung. Sie verdeutlichen Schülerinnen und Schülern, welche Folgen Krieg und Gewaltherrschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten. Die Gräber von Männern und Frauen, Soldaten und Zivilisten, Ausländern und Deutschen werfen Fragen auf, die eine andere - konkrete und regionalgeschichtliche - Annäherung an dieses Thema ermöglichen. Die Handreichung des hessischen Landesverbandes zeigt am Beispiel der Kriegsgräberstätte Schlüchtern, welche Möglichkeiten es gibt, um sich mit einer Projektgruppe einer Kriegsgräberstätte anzunehmen und forschend zu lernen.

Handreichung "Kinder - Opfer der Kriege bis 1945"

Mit der Handreichung "Kinder - Opfer der Kriege bis 1945" wird ein schwerwiegendes Thema behandelt. Die Handreichung wurde sorgfältig und pädagogisch wertvoll ausgearbeitet, um Schüler behutsam an das Themengebiet heranzuführen.

"Krieg ist nicht an einem Tag vorbei - Spurensuche in Schleswig-Holstein"

Mit diesem Titel stellt der Landesverband Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Schleswig-Holstein angesichts der bevorstehenden Jubiläumsjahre "100 Jahre Erster Weltkrieg" einen Wettbewerb für Schulklassen und Jugendgruppen auf die Beine.Dabei sollen Schulklassen und Jugendgruppen nach Spuren der Kriege in ihrer Region suchen und diese dokumentieren.Der Wettbewerb wird im Schuljahr 2014/15 laufen. Der Einsendeschluss ist für Ostern 2015 angesetzt, ein genaues Datum folgt.Die Abschlussveranstaltung und die Preisverleihung wird im Landtag mit Präsentation der besten Beiträge im Sommer 2015 (vor den Sommerferien) stattfinden. Bei Fragen und Interesse sowie für genauere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an den Landesverband Schleswig-Holstein: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.Landesverband Schleswig-HolsteinAlter Markt 1224103 Kiel Telefon: 0431/906619-0 Fax: 0431/906619-9

Jugendwettbewerb "1914-1918: Heimat im Krieg"

"1914-1918: Heimat im Krieg" ist ein Jugendwettbewerb zur Alltagsgeschichte des Ersten Weltkrieges. Als „historische Detektive“ können die TeilnehmerInnen ihren Blick auf den Ersten Weltkrieg und dessen Auswirkungen – fernab der Schlachtfelder – in ihrer Heimat richten, Spaß haben am historischen Erforschen und so auch Entdeckungen zur Landesgeschichte des heutigen Sachsen-Anhalts machen. Regional fokussiert sollen die Wettbewerbsbeiträge thematisch facettenreich bearbeitet werden können. Impulse für mögliche Inhalte bieten die Themenbereiche der Wanderausstellung „Heimat im Krieg – Krieg in der Heimat“. Als Beispiele zu nennen wären „‚Nicht mit uns!‘ – Widerstand und Widerspruch gegen den Krieg“ oder „Im Kriege lernen“. Unter allen Wettbewerbsbeiträgen werden die besten durch eine Fachjury gewählt und die Preisträger zum Auftakt der Wanderausstellung im August 2014 feierlich ausgezeichnet.Den besten Einsendungen winken Preise im Gesamtwert von 8.000 Euro. ein besinderes Highlight stellt dabei eine geplante Gruppenreise nach Frankreich dar. Zudem werden einige der Beiträge in der landesweiten Wanderausstellung "Heimat im Krieg" gezeigt, die vier Jahre durch Sachsen-Anhalt wandern wird. Weitere Informationen sowie weitere Kontaktdaten erhalten auf der oben verlinkten Homepage. Kontakt:Torsten SowadaSachsen-Anhalt e.V.Liebigstr. 539104 Magdeburg Tel: 0391-2445174

Der Erste Weltkrieg: Alltag und Propaganda

Wie haben junge Menschen den Krieg erlebt? Als Schülerinnen und Schüler, als Töchter und Söhne, als Ziele der staatlichen Kriegspropaganda, als junge Soldaten und schließlich als diejenigen, die in den 1920er-Jahren als „verlorene Generation“ besonders unter den Folgen und Lasten des Krieges zu leiden hatten? Der Schwerpunkt der jetzt erschienenen Ausgabe von „Politik und Unterricht“, der LpB-Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung, liegt auf der Perspektive von Kindern und Jugendlichen auf den Krieg, auf dem Erleben und Alltagsgeschehen vor Ort.Zu den drei thematischen Abschnitten „Kriegsausbruch und Fronterlebnis“, „Der Krieg an der `Heimatfront´“ und „Nachwirkungen“ bietet das Heft vielfältige Arbeits- und Quellenmaterialien für die Verwendung im schulischen wie außerschulischen Unterricht. Das Faltblatt „LpB Spezial: Hundert Jahre Erster Weltkrieg“ enthält das Gesamtprogramm der Landeszentrale zum Erinnerungsjahr 2014. Es reicht von Publikationen, Vorträgen und Podiumsgesprächen über Bildungsreisen bis hin zu Veranstaltungen für bestimmte Gruppen. Das Heft "Alltag und Propaganda" können Sie hier als PDF kostenfrei herunterladen. Das Heft und Faltblatt sind kostenlos und können auch in größeren Mengen bestellt werden bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (siehe Verlinkung in der Überschrift), Stafflenbergstr. 38, 70184 Stuttgart, Fax: 0711/164099-77,

Landesverband Hessen

Der Landesverband Hessen stellt hier ein Projekt zur Verfügung: eine Internetrecherche zum Auffinden von Kriegstoten. Ziele sind die Veranschaulichung der geographischen Ausdehnung des Ersten Weltkrieges sowie die Verdeutlichung der individuellen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf eine Gemeinschaft. In der u.a. Beschreibung finden Sie die Zielsetzung, Methode, inhaltliche Aspekte/Leitfragen, Tipps zur Umsetzung sowie Vertiefungsmöchlichkeiten auf einen Blick.Weiterhin erhalten Sie das Arbeitsblatt Internet-Spurensuche, in der die Aufgaben genau erläutert werden und so an Schüler/Gruppen/Einzelpersonen weitergereicht werden kann, sowie eine Anleitung, wie die Internetrecherche funktioniert. - Beschreibung Internetrecherche - Anleitung Gräbersuche - Arbeitsblatt Internet-Spurensuche Dieser Projektvorschlag bietet die Möglichkeit, den Ersten Weltkrieg greifbarer zu machen, durch eine eigene Recherche und die Erfahrung individueller Schicksale.

Landesverband Hessen

Wie bei der "Internetspurensuche Kriegstoter" stellt der Landesverband Hessen hier ein ausgearbeitetes Projekt zur Verfügung, das eine Spurensuche im Inland und so den Suchenden einen regionalen Bezug ermöglicht. - Beschreibung Spurensuche - Arbeitsblatt Spurensuche Die Zielsetzung ist die Erkundung von Kriegsgräberstätten vor Ort als Teil der regionalen Erinnerungs- und Gedenkkultur sowie der Verortung des Ersten Weltkriegs in der Erinnerungs- und Gedenkkultur in Deutschland.

Projekt Gallipoli/Gelibolu 2015

Hauptschule Innenstadt Osnabrück/Ismail-Kaymak-Schule Canakkale Anlässlich des 99. Jahrestages der verlustreichen Schlacht um die Dardanellen beschäftigt sich die Hauptschule Innenstadt in Osnabrück intensiv mit diesem Thema. Die Aktivitäten gipfeln im Jahr 2014 in einer Ausstellung, die von Dienstag, 18. März 2014 bis Sonntag, 23. März 2014 in der Hauptschule Innenstadt (Hakenstraße 10-11/Gebäude 4, an der Katharinenkirche) gezeigt wird. Im Jahr 2015, zum 100. Jahrestag der Schlacht, reist die Ausstellung samt Schülerdelegation nach Canakkale, Osnabrücks Partnerstadt, und wird dort, ganz in der Nähe der damaligen Schlachtfelder, zu den Gedenkveranstaltungen am 18. März zu besichtigen sein.

Stadtrundfahrt Erster Weltkrieg

in Berlin Diese neue Stadtführung erinnert an die Ereignisse des Ersten Weltkrieges in Berlin. Als zentraler Schauplatz der deutschen Geschichte erlebte unsere Hauptstadt den "Hurrapatriotismus" des Jahres 1914, die später einsetzende Ernüchterung, die folgende katastrophale Versorgungssituation, die ersten politischen Unruhen und schließlich den Zusammenbruch des Jahres 1918.Zu den zentralen Themen der Exkursion gehören: - Wichtige politische Ereignisse - Die Auswirkungen des Krieges auf den Alltag - Propaganda, staatliche Informationspolitik und Inszenierung des Krieges - Widerstand gegen den Krieg - Die Ereignisse der Jahre 1918/19 - Die Gedenkkultur des Ersten Weltkrieges Die Exkursion kann mit dem Öffentlichen Nahverkehr oder in einer erweiterten Version per Bus durchgeführt werden. Die Dauer beträgt etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Bei Interesse: Rufen Sie uns einfach an unter (030) 803 66 02 oder

Kriegsdenkmäler als Lernorte friedenspädagogischer Arbeit

Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung hat ein pädagogisches Konzept zur Friedensarbeit auf Kriegsgräberstätten entwickelt.Nach einem historischen Überblick, bietet diese Handreichung Anregungen und Tipps für pädagogische Projekte, ein Kapitel zu verschiedenen Bibliografien. In der Überschrift verlinkt, können Sie die sorgfältige und informative Ausarbeitung kostenfrei als PDF herunterladen.

Erinnern - Erzählen - Erfahren

Deutsch-Französischer Schülerwettbewerb 2014/15 Anlässlich des Gedenkens zum 100. Jubiläum des Ersten Weltkriegs veranstalten das Goethe-Institut Frankreich und das Institut Français Deutschland einen deutsch-französischen fächerübergreifenden Schülerwettbewerb zu dieser Umbruchszeit. Deutschschüler/innen der 4e/3e/2nde/1ére aller Schulformen können sich in künstlerischer Weise mit dem Thema auseinandersetzen. Alle Darstellungsformen, wie z.B. Film, Ton, Bild, Poster, Foto, Comic, etc., sind erlaubt. Zur Unterstützung wird eine Datenbank mit authentischen Materialien zur Verfügung gestellt, die neben Dokumenten zum Krieg auch Texte, Bilder, Plakate zu allgemeinen gesellschaftlichen und künstlerischen Themen enthält. Die teilnehmenden Schüler/innen erhalten kleine Sachpreise und 150 Schüler/innen werden zu einem Projekttreffen vom 4. - 6. Mai 2015 nach Paris zur Preisverleihung und nach Péronne bzw. Maux eingeladen, wo sie an spannenden interkulturellen Theaterworkshops mit deutschen Schüler/innen teilnehmen. Das deutsch-französische Jugendwerk vergibt zusätzlich einen Sonderpreis für ein Projekt, das im Rahmen eines deutsch-französischen Austausches entstanden ist. Einsendeschluss der fertigen Projekte: 15.12.2014 Kontakt: Projektbeschreibung französisch Projektbeschreibung deutsch Anmeldeformular

Medienempfehlung zum Thema Erster Weltkrieg

vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Kaum ein Ereignis der jüngeren Geschichte hat so viele bis heute nachwirkende Spuren hinterlassen wie der Erste Weltkrieg. Aus Anlass seiner 100-jährigen Wiederkehr hat das Stadtmedienzentrum Stuttgart einen Fachtag zu diesem Thema veranstaltet. In der Artikelserie geht es unter anderem um die Ursachen dieser Tragödie, Literatur und ein Planspiel für den Unterricht zum Thema, Herausforderungen für die Friedenspädagogik sowie deutsch-französische Gedenk- und Begegnungsstätten.

Schulfahrten nach Flandern

Anlässlich der Gedenkjahre 2014-2018 möchten wir Schulen dazu zu anregen, sich im Rahmen von Fahrten zu Erinnerungsorten des Ersten Weltkrieges in Belgien mit diesen und ähnlichen Fragen auseinanderzusetzen. Damit sich Schüler und Schülerinnen auch künftig für Demokratie, Humanität und Frieden zwischen den Völkern Europas und der Welt einsetzen, ist es mit der Vermittlung von Zahlen nicht getan. Das Gedenken und Erinnern an die Katastrophen unserer europäischen Geschichte ist ein unerlässlicher Beitrag zur Förderung einer demokratischen Kultur sowie zur Friedens-, Demokratie- und Menschenrechtsbildung. Flandern – insbesondere die Provinz Westflandern – ist ein bedeutender Erinnerungsraum an die Zeit des Ersten Weltkrieges an der Westfront. Wie in kaum einer anderen Region Europas lassen sich hier die Spuren der Kriegsereignisse sowie auch die unterschiedlichen Formen des Gedenkens und Erinnerns verdeutlichen. Im Zentrum dieses Erinnerungsraumes liegt die Stadt Ypern. Die Folgen der vierjährigen Kämpfe sind bis auf den heutigen Tag in der Stadt selbst und in der Region sichtbar und spürbar. Noch immer treten durch Bodenerosion, bei landwirtschaftlichen Arbeiten oder bei Bauarbeiten tonnenweise Blindgänger, Munition und Munitionsreste zu Tage; noch immer werden Gebeine Gefallener gefunden. Die Gräber von über 300.000 Gefallenen aus über 50 Nationen auf über 140 Kriegsgräberstätten finden sich ebenso in der Region wie hunderte sonstiger Relikte (Bunker, Granat- und Sprengtrichter), Denkmale, Monumente und Museen Für weitere Informationen sowie Begleitmaterial und Arbeitsblätter, dem Link im Titel folgen.

Angebote und Ansprechpartner stammen aus dem übernommenen Bestand; die Landeszentralen für politische Bildung führen aktuelle Fortbildungsprogramme.

Häufige Fragen

In welcher Klassenstufe wird der Erste Weltkrieg behandelt?

In den meisten Bundesländern in Klasse 8 oder 9 und erneut in der Oberstufe, dort häufig im Zusammenhang mit den Ursachen des Zweiten Weltkriegs. Einzelne Zugänge – ein Denkmal, ein Brief, ein Foto – funktionieren auch früher.

Woran erkennt man brauchbares Unterrichtsmaterial?

An drei Dingen: Es arbeitet mit Quellen statt nur mit Erzählung, es nennt die Herkunft von Bildern und Zahlen, und es lässt offene Fragen offen – etwa die nach der Verantwortung für den Kriegsausbruch, die in der Forschung bis heute umstritten ist.

Gibt es Fortbildungen für Lehrkräfte?

Ja, über die Landeszentralen für politische Bildung, die Landesinstitute für Lehrerbildung und die Bildungsabteilungen größerer Museen. Angeboten werden Tagesveranstaltungen ebenso wie mehrtägige Studienfahrten zu den Gedenkorten in Belgien und Frankreich.

Wie bindet man einen Museumsbesuch sinnvoll ein?

Mit einer Frage, die im Museum beantwortet werden soll, und mit einem Auftrag, der eine Beobachtung verlangt statt eines Ankreuzens. Die meisten größeren Häuser stellen Lehrkräften vorab Material zur Verfügung; ein Vorbereitungstermin lohnt sich fast immer.