Projekte

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Es gibt sie in fast allen Städten und Gemeinden: So genannte Ehren- oder Kriegerdenkmale. Auf ihnen sind meistens die Namen der in den Kriegen gefallenen Soldaten des Ortes angebracht. Nur in wenigen Fällen geben beispielsweise Ortschroniken weiterführende Informationen über das Schicksal dieser Menschen. Wie alt sie wurden und wo sie gestorben sind verrät aber oft die Datenbank des Volksbundes, die "Gräbersuche online". Wie Schulen ein Projekt rund um die Denkmale und die Datenbank konzipieren können, beschreibt die Projektskizze.

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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Viele Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Kriegsgräberstätten im In- und Ausland nach Auffassung des Volksbundes mehr als Stätten der Trauer und der Erinnerung. Sie verdeutlichen Schülerinnen und Schülern, welche Folgen Krieg und Gewaltherrschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten. Die Gräber von Männern und Frauen, Soldaten und Zivilisten, Ausländern und Deutschen werfen Fragen auf, die eine andere - konkrete und regionalgeschichtliche - Annäherung an dieses Thema ermöglichen.

Die Handreichung des hessischen Landesverbandes zeigt am Beispiel der Kriegsgräberstätte Schlüchtern, welche Möglichkeiten es gibt, um sich mit einer Projektgruppe einer Kriegsgräberstätte anzunehmen und forschend zu lernen.

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Mehr als 25 Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg wurden 2014 von Museen und Einrichtungen am Oberrhein präsentiert:

Der Große Krieg wird in der gemeinsamen Ausstellungsreihe des trinationalen Netzwerks Museen aus verschiedenen thematischen und regionalen Blickwinkeln beleuchtet. Besonders interessant: der Besucher kann Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg im Elsass, der Nordwestschweiz, Baden-Württemberg und der Pfalz und damit unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der zweisprachigen Internetseite.

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Im Rahmen des European Film Gateway 1914, kurz EFG1914, werden von 20 europäischen Filmarchiven und Kinematheken rund 650 Stunden Filmmaterial digitalisiert und über das Internet verfügbar gemacht. Der thematische Schwerpunkt des Projekts liegt auf den 1910er Jahren und besonders auf der Zeit des Ersten Weltkriegs, 1914-1918. Beteiligt sind unter anderem Archive aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien, Italien, Spanien und den Niederlanden. Mit der Filmabteilung des Imperial War Museum in London ist die größte institutionelle Filmsammlung zum Ersten Weltkrieg Teil des Projekts.

Hier gelangen Sie zu den Filmen

Hier gelangen Sie Fotos und Filmen nach Kategorien geordnet

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Stricken und Sterben im Ersten Weltkrieg

Karin Bienek vom Laterna magica Ensemble illuminago und die Frankfurter Schauspielerin Cornelia Niemann zeigen ein Stück bürgerlichen, patriotischen Alltags.

Mit einem historischen Lichtbilder-Apparat projizieren sie Photographien aus der Zeit von 1914-1918 auf die Leinwand. Da werden siegreiche Feldzüge als visuelles Erlebnis gestaltet, realistisch Kriegsschauplätze und das Leben an der Front abgebildet, Anleitungen zur körperlichen Ertüchtigung der wehrfähigen Jugend gegeben. Auch die ruhmreiche Vergangenheit Deutschlands wird lebendig, durch gezeichnete Projektionsbilder, alles in Schwarz-Weiß. Mit bunten Bildern für die Spielzeuglaterne marschiert patriotische Stimmung im bürgerlichen Kinderzimmer auf. Zum weiteren Vergnügen wird die vaterländische Erbauung mit handgemalten, humoristischen bewegten Bildern und den leuchtenden Farben und Linienspielen der Chromathropen aufgelockert.

Zu einer der Projektionsserien gibt es noch den mitgelieferten Original-Vortrag. Außerdem wird Patriotisches zitiert, von Ludwig Ganghofer bis Thomas Mann.

Und es wird vorgelesen: Aus Jugendbüchern wie „Nesthäkchen und der Weltkrieg“ von Else Ury oder „Heia Safari“ von General v. Lettow-Vorbeck – aber auch nicht so Patriotisches von Karl Kraus, Rosa Luxemburg und Siegfried Kracauer.

Weitere Informationen sowie Kontaktdaten finden Sie in dem oben verlinkten PDF.

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Für das Programmprojekt der Deutschen Welle haben Reporterinnen und Reporter Zeitzeugen getroffen, die an Wendepunkten deutscher Geschichte 17 bis 21 Jahre alt waren. 100 Jahre Jugend in Deutschland mit berührenden Porträts und einer innovativen digitalen Aufbereitung.

Wie fühlt sich die Welt mit 17 an? Für einen jungen Mann, der seinen besten Freund im Schützengraben des Ersten Weltkriegs sterben sieht? Für eine Ost-Berlinerin, deren Geliebter 1961 plötzlich hinter einer unüberwindbaren Mauer verschwindet? Für eine junge Deutsch-Türkin, die heute Offizierin in der Bundeswehr werden will?
Diese Fragen stellt die Deutsche Welle pünktlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren: Deutsche Zeitgeschichte aus den Augen der Jugend – von 1914 bis 2014.
Für das Multimedia-Special Mit 17… Das Jahrhundert der Jugend (www.dw.de/mit17) haben DWReporter in ganz Deutschland Zeitzeugen getroffen, die an Wendepunkten deutscher Geschichte 17 bis 21 Jahre alt waren. Und damit auch am Wendepunkt ihres eigenen Lebens standen.
Die Deutsche Welle blickt auf sechs Meilensteine deutscher und europäischer Geschichte: 1914, 1914, 1945, 1961, 1968, 1989 und 2014. Für jede Wegmarke porträtiert sie in sechsminütigen Videos zwei reale Personen: Eine Frau und einen Mann, damals zwischen 17 und 21 Jahre alt.

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Die studentische Arbeitsgruppe „Jüdische Soldaten Magdeburgs im Ersten Weltkrieg“ wurde im Sommersemester 2012 gegründet. Das Lehr- und Forschungsprojekt ist Bestandteil des Lernorte-Projektes am Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg.

Im Hinblick auf den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges 2014 hat es sich die Arbeitsgruppe zur Aufgabe gemacht, die Schicksale Magdeburger Juden als Soldaten im Ersten Weltkrieg zu rekonstruieren. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden im April 2014 im Rahmen einer Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.  

Wenngleich insgesamt etwa 100.000 Juden als Soldaten des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg dienten, wurden ihre Beteiligung am Kampf und ihr Einsatz für ihr Vaterland immer wieder relativiert. Dabei waren es gerade auch patriotisch gesinnte Juden, die im Ersten Weltkrieg für Deutschland in den Krieg zogen. 12.000 von ihnen bezahlten das mit ihrem Leben. Die Anerkennung als gleichwertige Bürger Deutschlands, die sich viele vom ihrem Einsatz „fürs Vaterland“ erhofft hatten, blieb jedoch aus. Nach einer kurzen Periode im Rahmen des sogenannten „Burgfriedens“ nahmen antisemitische Stimmungen bereits im Verlauf des Krieges wieder zu. Dies wird nicht zuletzt durch die "Judenzählung" im deutschen Heer 1916 deutlich. Mit der "Dolchstoßlegende" propagierten ab 1919 vor allem rechtsorientierte nationalistische Parteien und Verbände den Mythos, die Ursache der Niederlage des Deutschen Reiches sei unter anderem auch in der angeblichen Zurückhaltung und dem fehlenden Patriotismus der Juden zu suchen. Dass solche "Annahmen" jeder wissenschaftlichen Erkenntnis widersprechen, soll u.a. die durch die Ergebnisse unseres Projektes zu den jüdischen Kriegteilnehmern aus Magdeburg gezeigt werden.

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