Hintergrundmaterial unterscheidet sich von einer Handreichung durch den Zweck: Es liefert Wissen, nicht Ablauf. Für die Vorbereitung einer Ansprache, eines Vortrags oder einer Unterrichtseinheit ist das der Teil, der die Substanz beisteuert.
Nützlich sind solche Texte vor allem an den Stellen, an denen das populäre Bild des Krieges von der Forschung abweicht. Drei Beispiele: Der überwiegende Teil der Gefallenen an der Westfront starb durch Artilleriefeuer, nicht im Sturmangriff. Der Gaskrieg forderte gemessen an seinem symbolischen Gewicht relativ wenige Todesopfer, hinterließ aber Zehntausende dauerhaft Geschädigte. Und der Krieg war kein rein europäisches Ereignis – Millionen Menschen aus Kolonien und Dominions waren beteiligt.
Wozu Hintergrundtexte gebraucht werden
Für Ansprachen. Eine Gedenkrede, die eine überprüfbare Zahl und ein konkretes Beispiel enthält, wirkt anders als eine, die allgemein bleibt. Hintergrundmaterial liefert beides.
Für den Unterricht. Sachtexte, die den Forschungsstand zusammenfassen, entlasten die Vorbereitung und verhindern, dass sich veraltete Darstellungen fortschreiben.
Für Projektgruppen. Wer lokal recherchiert, braucht den überregionalen Rahmen, um das Gefundene einordnen zu können – sonst bleibt eine Namensliste eine Namensliste.
Verfügbares Hintergrundmaterial
Broschüre "100 Jahre Erster Weltkrieg"
Zum Gedenken an die Opfer und den Schrecken des Ersten Weltkriegs hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eine informative Broschüre zusammengestellt, die Sie sich an dieser Stelle gerne kostenfrei herunterladen können.
Handreichung "Menschen im Ersten Weltkrieg"
Informationen hierzu sowie weitere interessane Anregungen und Wissenswertes erhalten Sie auf der oben verlinkten Website des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die dreisprachige (deutsch, englisch, französisch) Handreichung greift auf verschiedene Weise das Thema Erster Weltkrieg auf. Eine Gedichtanthologie zählt ebenso dazu wie die Vorstellung der Gemälde von Georges Victor-Hugo, der als Kriegsmaler direkt an der Front arbeitete. Speziell für den Einsatz im Unterricht wurden Einheiten konzipiert, die sich mit Lebensläufen ostfriesischer Soldaten, einem grenzübergreifenden Gedenkprojekt, einer Spurensuche am Kriegerdenkmal sowie mit dem Thema Propaganda beschäftigen.
Pädagogische Handreichung zum Volkstrauertag
Auf rund 68 Seiten werden ausführliche Hilfestellungen, Vorschläge und Beispiele für die Gestaltung des Volkstrauertages gegeben. Diese sorgsam zusammengestellte Handreichung unterteilt sich in folgende Kapitel:- Grundlagen: Tot, Trauer, Erinnerungen- Hinführung von Jugendlichen zum Volkstrauertag- Gestaltung des Volkstrauertages- Materialsammlung Die Handreichung dient als Hilfestellung, Ideen- und Materialienpool für die Gestaltung des Volkstrauertages aber auch anderen Gedenkveranstaltungen.
Erlebte Geschichte - Lernmodule für den Schulunterricht
Hier wird ein fertiges Konzept für den Schulunterricht angeboten, mit dessen Hilfe sich die Schüler die Historie selbst erarbeiten und auf Entdeckungsreise durch die Geschichte gehen. Dabei nehmen sie Bezug auf individuelle Schicksale wodurch das Thema greifbarer wird.Die Arbeitsergenisse werden am Ende des Lernmoduls beispielsweise in einer Szenischen Darstellung oder Lesung von den Schülern vorgestellt.
Das Lied vom guten Kameraden
Das "Lied vom guten Kameraden" ist ein fester Bestandteil bei vielen deutschen Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer der Kriege. Dieses Trauerlied berührt Menschen allerorts. "Eine Umfrage unter Soldaten des Ersten Weltkriegs, gemacht von Volkskundlern, ergab, dass das Lied an deutschen Fronten das meistgesungene war, (...)" [Oesterle]. Als offizielles deutsches Totensignal findet die Melodie des Liedes, mit Solotrompete gespielt, auch bei Trauerfeiern für Gefallene und Verstorbene der Bundeswehr Verwendung. Zu diesem Lied können Sie hier wissenswerte Hintergrundinformationen in dem Artikel "Die heimliche deutsche Hymne" von Kurt Oesterle nachlesen.
Der Erste Weltkrieg: Alltag und Propaganda
Wie haben junge Menschen den Krieg erlebt? Als Schülerinnen und Schüler, als Töchter und Söhne, als Ziele der staatlichen Kriegspropaganda, als junge Soldaten und schließlich als diejenigen, die in den 1920er-Jahren als „verlorene Generation“ besonders unter den Folgen und Lasten des Krieges zu leiden hatten? Der Schwerpunkt der jetzt erschienenen Ausgabe von „Politik und Unterricht“, der LpB-Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung, liegt auf der Perspektive von Kindern und Jugendlichen auf den Krieg, auf dem Erleben und Alltagsgeschehen vor Ort.Zu den drei thematischen Abschnitten „Kriegsausbruch und Fronterlebnis“, „Der Krieg an der `Heimatfront´“ und „Nachwirkungen“ bietet das Heft vielfältige Arbeits- und Quellenmaterialien für die Verwendung im schulischen wie außerschulischen Unterricht. Das Faltblatt „LpB Spezial: Hundert Jahre Erster Weltkrieg“ enthält das Gesamtprogramm der Landeszentrale zum Erinnerungsjahr 2014. Es reicht von Publikationen, Vorträgen und Podiumsgesprächen über Bildungsreisen bis hin zu Veranstaltungen für bestimmte Gruppen. Das Heft "Alltag und Propaganda" können Sie hier als PDF kostenfrei herunterladen. Das Heft und Faltblatt sind kostenlos und können auch in größeren Mengen bestellt werden bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (siehe Verlinkung in der Überschrift), Stafflenbergstr. 38, 70184 Stuttgart, Fax: 0711/164099-77,
Medienempfehlung zum Thema Erster Weltkrieg
vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Kaum ein Ereignis der jüngeren Geschichte hat so viele bis heute nachwirkende Spuren hinterlassen wie der Erste Weltkrieg. Aus Anlass seiner 100-jährigen Wiederkehr hat das Stadtmedienzentrum Stuttgart einen Fachtag zu diesem Thema veranstaltet. In der Artikelserie geht es unter anderem um die Ursachen dieser Tragödie, Literatur und ein Planspiel für den Unterricht zum Thema, Herausforderungen für die Friedenspädagogik sowie deutsch-französische Gedenk- und Begegnungsstätten.
Häufige Fragen
In welchem Format liegen die Dateien vor?
Als PDF. Sie lassen sich in jedem Browser ohne zusätzliche Software öffnen und drucken.
Dürfen die Materialien in Schule und Gemeinde verwendet werden?
Die Handreichungen und Arbeitsmaterialien sind für die Verwendung in Schule, Jugendarbeit und Gemeindearbeit gedacht. Bei Bilddokumenten sind die jeweils angegebenen Nutzungsrechte zu beachten; für Veröffentlichungen empfiehlt sich eine Rückfrage bei der herausgebenden Stelle.
Was tun, wenn ein Download nicht funktioniert?
In der Regel hilft die Suche nach dem Titel der Handreichung. Viele dieser Materialien werden von den herausgebenden Stellen weiter gepflegt und liegen dort in aktualisierter Fassung vor.
Gibt es die Materialien auch gedruckt?
Ein Teil ja. Handreichungen zum Volkstrauertag und Bildungsmaterialien geben die herausgebenden Stellen und die Landeszentralen für politische Bildung häufig auch als Broschüre ab, meist gegen eine geringe Schutzgebühr oder kostenfrei in Klassensätzen.