1914–1918
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Bilddokumente zum Ersten Weltkrieg: historische Aufnahmen zum Herunterladen

Historische Aufnahmen für Aushänge, Tafeln und Unterricht – und was man beim Umgang mit ihnen wissen sollte.

Ein Lazarettwagen der amerikanischen Truppen in Frankreich
Ein Lazarettwagen der amerikanischen Truppen in FrankreichNational Museum of the U.S. Navy · Public domain · Wikimedia Commons

Fotografien aus den Jahren 1914 bis 1918 sind in großer Zahl erhalten, und sie wirken unmittelbarer als jeder Text. Genau darin liegt auch das Problem: Ein Bild scheint zu zeigen, wie es war, und verschweigt dabei, unter welchen Bedingungen es entstand.

Die überwiegende Mehrheit der bekannten Kriegsaufnahmen stammt aus offiziellen Bildstellen. Kameras waren schwer, brauchten lange Belichtungszeiten und waren im Feuer nicht einsetzbar. Was wie eine Kampfaufnahme aussieht, entstand in aller Regel im rückwärtigen Gebiet, häufig nachgestellt. Private Amateuraufnahmen existieren ebenfalls in erheblicher Zahl – sie zeigen oft das, was die offizielle Fotografie ausließ: Leerlauf, Improvisation, Erschöpfung.

Drei Fragen an jedes historische Foto

Wer hat es aufgenommen und wozu? Offizielle Bildstellen arbeiteten mit Auftrag. Private Aufnahmen entstanden ohne, aber auch nicht ohne Absicht.

Was ist außerhalb des Bildes? Ein Ausschnitt ist eine Entscheidung. Gerade bei Aufnahmen von Grabenanlagen und Truppen lohnt die Frage, was rechts und links davon lag.

Wann wurde es zuerst veröffentlicht und mit welcher Bildunterschrift? Dieselbe Aufnahme trug in verschiedenen Publikationen oft völlig verschiedene Erklärungen. Die Bildunterschrift ist Teil der Quelle, nicht ihre neutrale Beschreibung.

Verfügbare Bilddokumente

Zeitgenössische Bilddokumente

Die hier, zur Zeit noch unsortierten Bilder können Sie unter Nennung der Herkunft frei verwenden. Es ist geplant, hier einen Zugang auf die umfassenden Bildbestände des Volksbundarchivs zum Thema Erster Weltkrieg zur Verfügung zu stellen.

Bilddokumente mit Herkunftsnachweis:

Ein, während der Kämpfe zerstörter Friedhof des Ersten Weltkrieges - Westende-Dorf Volksbund Archiv: Gedenkbuch 75, S. 18.Kriegsgefangene Briten bei Villers Autreux (wohl Villers Outreux) - 22.3.1918 - einen Tag nach Beginn der Frühjahrsoffensive 1918 an der Somme.182. Infanterie-Regiment: Preisverteilung durch Oberleutnant Sahode beim Sportfest in Ruddervoorde, Mai 1916 - links Oberstleutnant Freiherr von Halkett.182. Infanterie-Regiment: russische Kriegsgefangene als Arbeiter im besetzten Frankreich - 1915.182 Infanterie-Regiment: kriegsgefangene Engländer in Lens nach der Schlacht bei Souchez - September 1915.182. Infanterie-Regiment: Maschinengewehr in der Wytschaete-Stellung - Winter 1915/16 - Schützengraben.182. Infanterie-Regiment: Weg vor dem Hospiz in Wytschaete - Winter 1915/16 - Stabsarzt Mylius sonnt sich im Laufgraben.182. Infanterie-Regiment: kriegsgefangene Russen im besetzten Frankreich - Frühjahr 1916.182. Infanterie-Regiment: französische Flüchtlinge aus dem Sommegebiet - Sommeschlacht Juli 1916.88. Infanterie-Division (Ostfront): ein Gefangenentransport kriegsgefangener Russen an der Ostfront, ca. 1915.88. Infanterie-Division (Ostfront): ein auf dem Vormarsch gefallener Russe, im Schützengraben liegend, ca. 1915.Feldlazarett: Württembergisches Feldlazarett 253 - Weihnachten 1916 in der Kirche von Bantouzelle.Fotografie aus dem Ersten Weltkrieg: englischer Schützengraben bei Warneton im Mai 1918.Fernsprechabteilung: Kabelgraben-Bau in der Champagne (östlich Reims) am Poehlberg, im Jahr 1917.Schützengraben-Bagger: das Bild zeigt einen Bagger, vermutlich beim Bau der Siegfried-Stellung im Jahr 1917.Zu sehen sind französische Tanks nach der Doppelschlacht in Aisne-Champagne bei Ville-aux-Bois im Jahr 1917.Toten-Sammel-Kommando in den Gräben von Langemark, in der Provinz Westflandern.In Langemark befindet sich auch eine deutsche Kriegsgräberstätte, die überdurchschnittlich viele Kriegstote des Ersten Weltkrieges beheimatet, die sich freiwillig für den Kriegsdienst meldeten.Weihnachten im Feld: diese Aufnahme vom 24.12.1917 zeigt eine Fernsprechabteilung am Weihnachtsabend in Milly-sur-Bradon bei Dun-sur-Meuse.4. Batterie 21 cm Mörser des Reserve-Fußartillerie-Regiments Nr. 9 bei Schloss Manneken mit dem Ziel Nordausgang Langemark - Februar 1915Ein Gefangenentransport vor dem Bahnhof in Roulers, in den Apriltagen 1915.Dieses Foto aus dem Juli 1915 in Bixschoote zeigt den Blick durch die Schützenscharte: rechts im Bild zu sehen sind die Trümmer von Steenstrat, während im Vordergrund der fest leere Yserkanal mit der Sturmbrücke liegt.Das Foto zeigt einige Mitglieder der 8. Batterie Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 7 in der Kantine ihrer Unterkunft in Stadenreke. Mai 1916Diese Aufnahme aus dem Mai 1916 zeigt die Hufschmiede der 8. Batterie Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 7, bei ihrer Unterkunft in Stadenreke.

Bilddokumente ohne ausreichenden Herkunftsnachweis:

Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg: Leutnant Immelmann an seinem Fokker-Flugzeug. (Ort und Datum: keine Angaben)Diese Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg zeigt die Ruinen des Houthulst Waldes. (Datum: keine Angabe)Auf diese Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg sind Menschen mit Schutzmasken bei einem Gasalarm abgebildet. (Ort und Datum: keine Angaben)Fotografie aus dem Ersten Weltkrieg: Kinder warten vor dem Geschäftszimmer einer 10. Kompagnie (Kompagnie Knoll) auf die Verteilung des übrig gebliebenen Mittagessens. (Ostfront, Datum: keine Angaben) Foto: Volksbund Archiv.Auf dieser Aufnahme aus dem Ersten Weltkrieg ist die Einbettung von Gefallenen abgebildet. (Ort und Datum: keine Angaben)Flugzeugbesatzung vor ihrem Flugzeug - links der jüngere Bruder von Gustav Watermann, Ernst Watermann (Westfront, Datum: keine Angaben)

Historische Fotografien aus 1914 bis 1918 sind in Deutschland in aller Regel gemeinfrei. Bei Reproduktionen können archivseitig eigene Bedingungen gelten; für Veröffentlichungen lohnt eine Rückfrage bei der besitzenden Einrichtung. Für Tafeln und Aushänge gilt: Bildunterschrift, Datierung und Quelle direkt unter das Bild setzen – das ist rechtlich sauber und verbessert die Wirkung, weil aus Dekoration ein Dokument wird.

Für den praktischen Einsatz noch ein Hinweis zur Auflösung. Historische Aufnahmen sind häufig als Scan mit begrenzter Auflösung überliefert; was am Bildschirm scharf wirkt, wird auf einer Ausstellungstafel im Format A1 unbrauchbar. Vor dem Druck lohnt der Blick auf die tatsächliche Pixelzahl – als Faustregel sollten für eine A3-Tafel etwa 3500 Pixel in der langen Kante vorliegen. Reicht die Auflösung nicht, ist ein kleineres Format die bessere Lösung als ein hochgerechnetes Bild.

Häufige Fragen

In welchem Format liegen die Dateien vor?

Als PDF. Sie lassen sich in jedem Browser ohne zusätzliche Software öffnen und drucken.

Dürfen die Materialien in Schule und Gemeinde verwendet werden?

Die Handreichungen und Arbeitsmaterialien sind für die Verwendung in Schule, Jugendarbeit und Gemeindearbeit gedacht. Bei Bilddokumenten sind die jeweils angegebenen Nutzungsrechte zu beachten; für Veröffentlichungen empfiehlt sich eine Rückfrage bei der herausgebenden Stelle.

Was tun, wenn ein Download nicht funktioniert?

In der Regel hilft die Suche nach dem Titel der Handreichung. Viele dieser Materialien werden von den herausgebenden Stellen weiter gepflegt und liegen dort in aktualisierter Fassung vor.

Gibt es die Materialien auch gedruckt?

Ein Teil ja. Handreichungen zum Volkstrauertag und Bildungsmaterialien geben die herausgebenden Stellen und die Landeszentralen für politische Bildung häufig auch als Broschüre ab, meist gegen eine geringe Schutzgebühr oder kostenfrei in Klassensätzen.